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Wirtschaft

Zahlen für das, was bleibt

Zahlen für das, was bleibt

Dreißig Jahre europäische Ökosystemförderung versus Australiens Big-Ag-Wette

Wer im Juli auf einer Almwiese oberhalb von Salzburg steht, ist von 50 oder 60 Pflanzenarten auf einem einzigen Hektar umgeben. Orchideen, Arnika, Augentrost, wilder Thymian. Der Bauer, der diese Wiese bewirtschaftet, mäht sie einmal im Jahr — spät, erst nachdem die Wildblumen ihre Samen gestreut haben. Er bringt das Heu von Hand ein, weil der Hang für Maschinen zu steil ist, und erhält dafür eine Zahlung der österreichischen Regierung. Nicht als Almosen. Sondern als Entschädigung für eine Leistung, von der der Rest der Gesellschaft profitiert, für die sie aber selten direkt bezahlt: eine funktionierende, artenreiche Landschaft, die Wasser im Boden hält, Kohlenstoff in der Vegetation bindet, Touristen im Tal hält und die genetische Vielfalt für alles, was nach uns kommt, bewahrt.

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Finanzierung der Freiheit: Ein Betriebssystem für die Menschen, die anbauen

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Aufbau eines regenerativen Wirtschaftsmodells für Open Source AgTech

Teil 2: Aufbau eines regenerativen Wirtschaftsmodells für Open Source AgTech In Teil 1 haben wir ein Bild von einer anderen Art von landwirtschaftlichem Betriebssystem gezeichnet – eines, das auf Vertrauen, Transparenz und technologischer Souveränität basiert. Ein System, in dem Landwirte ihre Daten besitzen, ihre eigene Hardware anschließen und „Glass-Box“-KI nutzen, um Erkenntnisse zu gewinnen, nicht um Befehle zu erhalten. Es ist eine überzeugende Vision. Aber sie wirft die Frage nach dem Elefanten im Raum auf: Wenn wir das auf Wachstum um jeden Preis ausgerichtete Risikokapitalmodell ablehnen, wie halten wir dann das Licht an?

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